Wie viel Potenzial in den kleinen grünen oder roten Kraftwerken aus der Natur steckt, überrascht selbst Schelwat und Dr. Karsten Pankratz, der sich in dem Trappenkamper Unternehmen mit der Entwicklung von Aquakulturen beschäftigt. Abhängig von der Prozesssteuerung können Algen zu schlichtem Fischfutter, hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln oder zu wertvollen Rohstoffen für Medizin oder Kosmetik verarbeitet werden. Jetzt will das Unternehmen mit Mikroalgen neue Wege in der Aquakultur, sprich Fischzucht und der Produktion von Mikroalgen gehen.

Die Aquakultur gehört weltweit zu den am stärksten wachsenden Industriezweigen. „Hierin liegen auch erhebliche Chancen für Schleswig-Holstein als Land zwischen zwei Meeren“, sagte Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen, bei der Übergabe des Zuwendungsbescheides des Landes. 1998 mit drei Mitarbeitern gegründet und zunächst mit dem Bau von Solaranlagen und Messtechnik für die Meeresforschung beschäftigt, hat sich das Unternehmen bis heute zu einem weltweit tätigen Mittelständler mit 38 Mitarbeitern gemausert. Etwa 20 weitere Arbeitsplätze könnten durch die Produktion von Algen entstehen. „Noch ist vieles Zukunftsmusik, die allerdings nach soliden Noten gespielt wird“, sagen Pankratz und Schelwat.

Die neuste Idee ist die Entwicklung geschlossener Kreislaufsysteme in denen Fischzucht, Algenzucht und regenerative Energie zu einem klugen Netzwerk verschmelzen.