In der Gönnebeker Gärtnersiedlung entsteht zurzeit in einer ehemaligen Gewächshausanlage auf 6000 Quadratmeter Fläche ein biotechnologisches Forschungs- und Versuchszentrum, in dem geschlossene energetisch autarke Aquakulturen, innovative Mikroalgen-Biotechnologier und industrielle Prozesssteuerungen bis zur Praxisreife erprobt werden sollen.

In den Kontrollflaschen steckt so manche Überraschung, zeigte Biologin Dr. Dörte Hoffmann beim Rundgang durch den Betrieb mit Landrätin Jutta Hartwieg, Heinz Schelwat von Sea & Sun und Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen (von links). Algen sind wahre Meister aus dem Chemiebaukasten der Natur, meinte die Biologin.
„Das könnte auch ein Stück Zukunft für Gartenbaubetriebe sein“, blickten Staatssekretärin Cordelia Andreßen und Landrätin Jutta Hartwieg beim Rundgang durch den heutigen Entwicklungsbereich der Algenforschung im Unternehmen voraus. „Wenn das Projekt marktreif ist, könnten Gärtnereien mit ihrer überschüssigen Wärme auch als zusätzliches Standbein Algen produzieren“, sagte Schelwat.
„Wenn Forschung und Wirtschaft so zusammen wachsen, dann sind wir auf dem richtigen Weg, meinte Cordelia Andreßen. In die beiden geplanten Forschungsbecken in der Gönnebeker Gärtnersiedlung sollen schon bald die ersten Karpfen einziehen. Die produzieren dann als Abfallprodukt den Dünger, den die Algen brauchen und in wertvolle Rohstoffe umwandeln.