„Das war richtig dreist“, sagen Hans-Jürgen Schnack und (links) und Knut Heinzel. So und ähnlich sahen die auffälligen Banner aus, die sogar mit Sechskantschrauben gesichert waren.

 

 

„Das war richtig dreist“, sagen Hans-Jürgen Schnack (links) und Knut Heinzel. So und ähnlich sahen die auffälligen Banner aus, die sogar mit Sechskantschrauben gesichert waren.

Rendswühren / Bönebüttel / 06.01.2019. An der Bundesstraße B-430 zwischen Husberger Moor und Griesenbötel haben einige Anwohner Protestbanner gegen die derzeitige Regionalplanung zur Windenergie aufgehängt. Einige der einen Quadratmeter großen Banner hingen an Gartenzäunen oder an Holzgestellen auf den Grundstücken, andere waren an Holzgestelle auf Äckern und Wiesen angeschraubt. Mit der Aktion wollen Anwohner wie Ute und Hans-Jürgen Schnack oder Knut Heinzel besonders gegen die aktuellen Abstandsregelungen beim Bau von Windkraftanlagen im sogenannten Außenbereich hinweisen. „Wir sind doch keine Menschen zweiter Klasse, nur weil wir auf dem Land wohnen“, sagt Ute Schnack. Lange gehalten haben die Protestbanner aus stabiler Plane allerdings nicht. In der Neujahrsnacht gab es eine unliebsame Überraschung. Unbekannte haben gleich fünf Banner von ihren Halterungen abgeschraubt und entwendet. Der Hof von Ute und Hans-Jürgen Schnack in Husberger Moor liegt ein kleines Stück von der Straße zurück. Einmal über die Bundesstraße hinweg hatte die Familie eines der Banner auf ihrem Acker aufgestellt.  Zwei mal einen halben Meter, größer dürfen die Banner am Straßenrand nicht sein, erklärte Schnack. Als in der Silvesternacht an der Bundesstraße Taschenlampenlicht zu sehen war, dachte Schnack an nichts Böses. „Ich dachte es wären Silvesterfeiernde unterwegs“, meinte Schnack. Auch ein kleines Stück weiter in Richtung Husberg, bei Knut Heinzel haben die unbekannten Diebe zugeschlagen und das Banner gestohlen. Am „Husberger Wurstland“ wurden die Banner ebenfalls entfernt. „Entweder waren das Leute, die die Banner gebrauchen konnten oder möglicherweise Windkraftnutznießer“, meinten die Anwohner. Junge Leute hätten die Banner wohl eher beschädigt. Die Diebe haben offensichtlich sogar das passende Werkzeug dabeigehabt. Mehrere der Banner waren mit Sechskant Dachschrauben durch Ringösen mit den Holzgestellen verschraubt. Hierfür mussten die Täter mindestens die passenden Schlüssel oder einen Akkuschrauber dabeigehabt haben, meinten Schnack und Heinzel. Die Anwohner haben Anzeige erstattet. Hinweise sind an die Polizeidienststelle in Wankendorf erbeten.